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Ostern in Polen

Ostern, eines der wichtigsten und ältesten kirchlichen Feste in Polen, feiert man sehr gemütlich im Kreise der Familie. Das Fest weist auf den Tod und die Auferstehung Christi hin.

Im Jahre 2013 wird Ostern am 31. März gefeiert. Aus diesem Grund sind der Sonntag (31. März) und der Montag (1. April) bzw. Ostersonntag und Ostermontag freie Tage.

Die religiösen Feierlichkeiten an Ostern beginnen morgens früh mit einer Prozession und einem Gottesdienst. Diesen Gottesdienst nennt man in der katholischen Kirche Ostermesse, dagegen in der russisch-orthodoxen Kirche Frühmette.

Am Ostersonntag verspeist man mit der Familie ein festlich vorbereitetes Frühstück. Die das Frühstück einleitenden Wünsche sind sehr oft nett und herzlich.

Ostern ist fest mit der Fastenzeit verbunden. Bevor Ostern kommt, feiert man in der Kirche die Osterwoche (auch Karwoche). Die Karwoche ist die Zeit voller Liebe und Freude. Symbol dieser Freude ist ein weißes liturgisches Kleid. In der Osterwoche fastet man, manche essen nur Brot und trinken Wasser.

Schöne mit Ostern verbundene Bräuche sind unter anderem gesegnete Speisen, Ostereier und der Brauch des Bespritzens mit Wasser am Ostermontag.

Sitten und Bräuchen an Ostern

Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag. An diesem Tag werden Palmen geweiht, die den Haushalt vor dem Bösen schützen sollen. Meine Eltern erinnern sich daran, dass man bei ihren Häusern mit diesen Palmen alle Hausbewohner leicht „geprügelt“ hat. Das symbolisierte das Glück das ganze Jahr lang.

Noch vom Ostern putzt man sehr gründlich das Haus, um den Frühling willkommen zu heißen und alles Böse wegzuschmeißen.

Zu den Bräuchen an Ostern kann man auch Judas‘ Ertränkung zählen. Aus Heu und alten Klamotten hat man eine große Puppe gemacht, die man durch die Gegend hinter sich hergezogen hat. Heute existiert der Brauch bei mir in der Gegend nicht mehr, sondern man ertränkt Strohpuppen in einem Fluss, um den Winter zu vertreiben.

In der Karwoche bereiten die Mütter mit ihren Kindern die traditionellen Osterspeisen zu. Nach dieser Vorbereitung werden die Körbchen mit unterschiedlichen Osterspeisen in die Kirche (bzw. in die Gemeinschaftsräume, wenn es in der Nähe keine Kirche gibt) gebracht, um sie dort weihen zu lassen.

Was legt man in ein Körbchen?

Die Körbchen sind sehr oft mit Buchsbaumzweigen mit Blumen schön geschmückt. In dem Körbchen liegt unten eine weiße Serviette, auf der alle Osterspeisen liegen. Auf Platz eins sind schön bemalte Ostereier. In manchen Häusern malt man sie selbst mit verschiedenen Mustern. Es sollte ein Osterlamm nicht fehlen. Es befinden sich auch Brot, Salz, Weißwurst, Kuchen und Meerrettich in solchen Körben.

Das Osterlamm symbolisiert die Auferstehung Christi. Weißwurst und Fleisch soll das Fastenzeitsende symbolisieren. Meerrettich symbolisiert Bitternis über Christus‘ Tod und zugleich Freude über die Auferstehung Christi. Die Ostereier symbolisieren die Geburt.

Alle gesegneten Osterspeisen aus dem Körbchen nimmt man am folgenden Tag zu sich. Am Sonntag segnet man auch das Wasser. Man frühstückt mit der ganzen Familie. Das Essen beginnt man mit dem Teilen von Ostereiern.

Typische Kuchen, die man auf dem Ostertisch sehen kann, sind Hefekuchen (Mazurek oder Dziad) und Napfkuchen (Baba).

Am Ostermontag pflegt man den schönsten Brauch aller Zeiten: „Śmigus-Dyngus“. Man bespritzt mit dem Wasser alle Menschen, die man an diesem Tag trifft. Auch heute werden die Menschen mit Wasser gegenseitig bespritzt. Zum Beispiel werden in der Kirche am Ostermontag die Menschen mit Wasser durch Feuerwehrmänner bespritzt. Viele fürchten sich, ihre Häuser zu verlassen, weil die Jungen mit Eimern oder Flaschen voll Wasser auf die Straßen gehen und die Passanten bespritzen.

Auch heute geht man von Tür zu Tür und bespritzt die Frauen leicht mit Wasser. Dafür bekommen die Kinder sehr oft Bonbons oder Süßigkeiten, manchmal auch Geld.

Das Osterei liegt auf jedem Ostertisch. Es symbolisiert das Leben und die Auferstehung. Die Tradition des Bemalens von Ostereiern ist sehr lang und alt. Seit jeher wusste man, dass ein Ei sehr gesund ist und alle nötigen Nährstoffe für unseren Organismus hat. Das Osterei soll vor bösen Zaubern bewahren, denn es hat eine magische Kraft.

Typisch für Ostern ist auch die Kresse. Sie befindet manchmal auch in dem Körbchen.

Über Autor Wierzchowski Damian

Młody nauczyciel, absolwent filologii germańskiej na UWM w Olsztynie. Dzięki tej stronie, dumnie prowadzonej od 2009 roku, pragnę podzielić się z Tobą swoją wiedzą i pasją do języka i kultury niemieckiej. Ein frisch gebackener Deutschlehrer, der Germanistik an der Warmia und Masuren Universität studiert hat. Ich bin sowohl ein Germanist, als auch ein Lehrer von Beruf. Im September fange ich mit dem Referendariat an. Ich wünsche mir viel Spaß dabei :)

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